Please allow me to introduce myself, I´m a man, not of wealth, but of taste...

Generation99 - die Idee

Generation99 - diese Idee hatte ich im Jahr 1999, als ich meine gleichnamige CD veröffentlichte. Der Gedanke dahinter ist folgender: man nehme diese Zahl "99", stelle sie auf den Kopf und schon befindet man sich mitten in den sechziger Jahren. In dieser Ära lebte, blühte und entstand großartige Musik. Quasi neu erfunden wurden Beat und Rock, in Brasilien Bossa Nova und zahlreiche weitere Trends in der Música Popular Brasileira. Und auch der Jazz befand sich noch in voller Blüte, von Armstrong bis Coltrane waren viele der ganz Großen noch am Leben und aktiv. Auch wenn man die Zeit nicht anhalten kann, die Rückbesinnung auf gute Dinge ist sinnvoll. Wir müssen auf die lebendige Pflege dieses musikalischen Erbes genausowenig verzichten wie auf das der noch viel älteren sogenannten "klassischen" Musik. Wenn Paul McCartney der Mozart des 20. Jahrhunderts ist, dann ist seine und die von ihm inspirierte Musik kollektives Erbe der Menschheit. Was kann es für einen Musiker und Komponisten Schöneres geben? Ein Musiker soll von seiner Tätigkeit gut leben können, ruhig auch reich sein. Aber die Absicherung des Reichtums des einen soll nicht die Existenzgrundlage des anderen zerstören. Nur wenn es wie zu allen Zeiten kleine, "normale" Musiker gibt, können auch "große" wachsen. Und die "Kleinen" sollen die Musik der "Großen" genauso wie ihre eigene zum Leben erwecken, d.h. live spielen.

Biographischestobias

Einige kurze biografische Infos zu meiner Person: ich spiele Gitarre (vornehmlich elektrische) und singe, gelegentlich komponiere ich auch. Ich wurde 1957 in Karlsruhe (Baden) geboren und bin seit 1. 1. 1979 Berufsmusiker. Ich habe meistens in Combos ohne Piano gespielt. In dieser Rolle als einziger "Harmoniemann" in der Band waren frühe gitarristische Einflüsse für mich u.a. Pete Townsend und Kenny Burrell, später natürlich auch João Gilberto. An der Musikhochschule Köln habe ich ab 1982 das Fach "Jazzgitarre" belegt, was jedoch Ende Sommersemester `83 mit einem Rauswurf endete. Mir ist in der Folgezeit klargeworden, daß wahre Musik nichts akademisches ist. Sie kommt von Herzen, und man kann bei Bedarf immer und (fast) überall einen guten Lehrmeister finden. Für mich war das u.a. Mitte der 80er Jahre der damals in Berlin ansässige Brasilianer Ronaldo Folegatti. War es am Anfang der Jazz, ist mittlerweile längst die brasilianische Musik der Mittelpunkt meiner musikalischen Aktivitäten. Außerdem empfinde ich die Beat- und Rockmusik der 60er Jahre als eine Sache, der ich viel zu lange viel zu wenig Beachtung geschenkt habe (was ich jetzt mit großem Vergnügen nachhole). Es gab Versuche mit eigenen Bands ab Mitte der 80er Jahre, in den 90ern veröffentlichte ich CDs mit eigenen Kompositionen.
Ich bin das, was man einen "regionalen Musiker" nennt und das macht mich glücklich und zufrieden.

Sinn und Zweck der Homepage

Ich möchte auf meiner Homepage ein bißchen von den üblichen Musikerhomepages abweichen. Ich finde es wichtig, ein paar Gedanken zu unserer derzeitigen Musikpraxis zu äußern, zu Phänomenen und auch bedauerlichen Mißständen, die zwar eigentlich auf der Hand liegen, aber erstaunlicherweise kaum oder gar nicht diskutiert und bearbeitet werden. Daß das in Zukunft vielleicht und hoffentlich doch geschieht, dazu möchte ich anregen und werde deswegen in loser Folge ein paar dieser Gedanken, Thesen, Denkanstöße als mögliche Diskussionsauslöser ins Netz stellen.
Außerdem, das wird man schnell merken, bin ich ein großer Fan der 60er-Jahre-Musik. Der Rock´n Roll, der Beat und der Jazz, außerdem alles, was seinerzeit als "leichte Musik" bezeichnet wurde (z.B Bert Kaemfert, Bert Bacharach) gehört ja doch irgendwie zusammen. Schon damals war auch die brasilianische Musik in Europa und Nordamerika von Bedeutung, wenn auch nur in kleinen Ausschnitten. Man kann viel Spaß haben, wenn man diese großartige Musik etwas näher kennenlernt.

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Die Website wurde erstellt von Lukas Hügle, Portland/Oregon.

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